SETI@home - Wie arbeitet SETI


Was, wenn mein Computer E.T. entdeckt ?
Was geschieht dann ?

Bevor wir zu dem "was passiert" Teil kommen, sollen Sie mehr Informationen zu dem "was wenn" Teil bekommen. Eine der wichtigsten Sachen die Sie über diese Daten wissen sollten ist, das es VIELE Quellen für Radiosignale gibt. Viele von Ihnen kommen von der Erde. Fernsehsignale, Radar, unterschiedliche andere Mikrowellen Sender. Satelliten und andere astronomische Objekte (Sonnen, Planeten, Nebel ....) sind auch mögliche Quellen. Und es gibt auch Testsignale, die in das System einbracht werden, damit das SETI Team weis das die Software und Hardware richtig funktioniert.

Das Arecibo Radioteleskop nimmt alle diese Signale und schickt sie fröhlich zu ihnen. Das Radioteleskop macht keine Unterschiede beim sammeln von Signalen. Ihr Bildschirmschoner sucht nach Signalen die lauter sind als das Hintergrundrauschen des ALLs und innerhalb von 12 Sekunden erscheinen und wieder verschwinden - die Zeit die das Teleskop braucht um an einem Punkt am Himmel vorbeizuschenken.

Alle mögliche Signale, die sich qualifizieren, werden zu SETI@home in Berkeley für weitere Analysen zurückgesandt. Das Projekt unterhält eine große Datenbank bekannter Hochfrequenzstörung (HF-Störung). Diese Datenbank wird ständig aktualisiert. An diesem Punkt werden 99.9999% aller Signale, die Ihr Client ermittelt, als HF-Störung herausgeworfen. Testsignale werden auch an diesem Punkt entfernt.

Die restliche ungelösten Signale werden dann mit einer zweiten Beobachtung des gleichen Teil des Himmels überprüft. Dies kann bis zu 6 Monaten dauern, da das SETI@home Team nicht die Steuerung des Teleskops hat. Wenn das Signal bestätigt wird, bittet das SETI@home Team um Teleskopzeit (aktive Steuerung des Teleskops) und beobachtet die interessantesten Anwärter genauer.

Wenn ein Signal zwei oder mehr Mal beobachtet wird und es sich nicht um eine HF-Störung oder ein Testsignal handelt, bittet das SETI@home Team eine andere Gruppe, einen Blick darauf zu werfen. Diese andere Gruppe wird unterschiedliche Teleskope, Empfänger, Computer, etc. verwenden. Dies schließt dann auch einen Fehler in der Ausrüstung oder in einem Computercode aus (oder einen lustigen Studenten, der einen Streich spielt) Zusammen mit der anderen Mannschaft tut SETI@home Interferometrie Messungen (zwei Beobachtungen, die durch einen große räumliche Distanz von einander getrennt sind). Dieses kann bestätigen, daß die Quelle des Signals in interstellarem Abstand ist.

Wenn dieses bestätigt wird, macht SETI@home eine Meldung in Form eines IAU Telegramms (Internationale Astronomische Union) . Dieses ist ein Standverfahren um die astronomische Gemeinschaft über wichtige Entdeckungen zu informieren. Das Telegramm enthält alle wichtigen Informationen (Frequenzen, Bandbreite, Position im Himmel, etc.) die für andere astronomische Gruppen notwendig sind, um die Beobachtung zu bestätigen. Die Person(en), die das Signal mit ihrem Clienten gefunden haben, würde(n) als eine der Coentdecker zusammen mit dem SETI@home Team genannt. An diesem Punkt würde man noch unsicher sein, ob das Signal durch eine intelligente Zivilisation oder möglicherweise irgendein neues astronomisches Phänomen erzeugt wurde.

Alle Informationen über die Entdeckung werden veröffentlicht, vermutlich über das Internet. Kein Land oder Einzelperson würde erlaubt werden die Frequenz zu stören, auf der das Signal beobachtet wurde. Damit das Signal bestätigt wird, muß es von allen möglichen Position auf der Welt erkannt werden, dafür sind Beobachtungen von anderen Radiosternwarten rund um die Welt notwendig. Sollte dies geschehen wäre eine multinationale Bemühung notwendig. Alle diese Informationen würden dann öffentlich gemacht.

Deswegen ist es wichtig, daß Teilnehmer des SETI@home Projektes nicht gleich Film, Fernsehen und Presse einschalten, wenn sie ein Signale auf ihrem Schirm sehen. Dieses konnte für das Projekt sehr schlecht sein. Es ist wichtig, daß wir unsere Köpfe kühl und unsere Computer heiß halten, während an den Daten arbeiten. Doch selbstverständlich kann man darauf hoffen, derjenige zu sein der "das Signal" von einer extraterrestrischen Zivilisation findet.

zurück