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header image Einstein@Home
 

Albert Einstein hat vor langer Zeit entdeckte das wir in einem Universum treiben welches mit Wellen von Weltraum gefüllt ist. Kolliedierende Schwarze Löcher, kollabierende Sterne, und sich drehende Pulsare erzeugen Wellen in Raum und Zeit die unbemerkt die Welt um uns herum verändern. Diese Gravitationswellen beschäftigen die Wissenschaftler schon fast ein Jahrhundert. Interessante neue Experimente könnten Sie solche Wellen in Aktion sehen lassen und ein neues Fenster zum Universum öffnen - aber dafür benötigen Sie ihre Hilfe.

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Was ist Einstein@Home?

Was ist GEO 600 und LIGO?

Was ist eine Gravitationswelle?

Wie können Sie helfen?

Welche Plattform wird verfügbar sein ?

Was sollen Sie machen?

Zusätzliche Informationen auf Englisch

Einstein@Home

  Was ist Einstein@Home?

Pulsarbewegter Krabbennebel, wie er von der orbitalen Chandra Röntgenstrahlen Sternwarte fotografiert wurde.

Einstein@Home ist ein Projekt das entwickelt wurde um in den Daten des "Laser Interferometer Gravitational wave Observatory" (LIGO) in den USA und des GEO 600 "Gravitationswellen Observatoriums" bei Hannover in Deutschland nach extrem dichten und schnell drehenden Sternen zu suchen.

Von solche Objekten glaubt man, das es sich entweder um Quark Sterne oder Neutronsterne handelt, eine Unterklasse von ihnen werden bereits mit herkömmlichen Mitteln als Pulsare oder Röntgenstrahlen aussendende Objekte beobachtet. Wissenschaftler glauben, daß einige dieser kompakten Sterne (in der Astronomie werden weiße Zwerge, Neutronensterne und schwarze Löcher so genannt) möglicherweise nicht exakt kugelförmig sein können, und wenn es so ist, sollten sie charakteristische Gravitationswellen ausstrahlen, die LIGO und GEO 600 in einigen Monaten empfangen könnten.

Bruce Allen von der LIGO Scientific Collaboration (LSC) group der Universität Wisconsin-Milwaukee's (UWM) leitet die Entwicklung des Einstein@Home Projektes.

Einstein@Home ist ein, kleiner Teil des wissenschaftlichen Programms der LSC . Es als ein "distributed computing" (verteiltes rechnen) Projekt eingestellt, das bedeutet, daß es auf der Rechenzeit beruht, die von privaten Computerbenutzern wie Ihnen gespendet wird, um nach schwerkraftwellen ausstrahlenden kompakten Sternen zu suchen.

Was ist GEO 600 und LIGO?

GEO 600 ist ein Gravitationswellen Observatorium in Hannover, gebaut von einem internationalen Zusammenschluß von Wissenschaftlern aus England und Deutschland. LIGO besteht aus zwei US Einrichtungen, eine davon ist in Livingston, Louisiana und die andere in Hanford, Washington.

Aerial view of LIGO’s Livingston, LA facility

Geländeansicht der LIGO Einrichtung
Livingston, LA

Geländeansicht der LIGO Einrichtung
Hanford, WA

Alle drei Sternwarten messen Kräuselung im Gewebe von Raum und Zeit bekannt als Gravitationswellen. Die Wellen werden mit senkrechten paaren von Laserstrahlen ermittelt, die in jeder Einrichtung vorhanden sind.

Adjusting the mirrors at Hanford

Adjusting the mirrors at Hanford
courtesy of LIGO Laboratory

Wenn eine Gravitationswelle diese Laserstrahlen passiert, kann sie die Länge der Wege der Laserstrahlen etwas verändern. Die Laserstrahlen bewegen sich zwischen einigen Spiegeln, die 600 Meter bei der GEO und vier Kilometern bei der LIGO Einrichtung von einander getrennt sind, was diese Sternwarten sehr empfindlich macht. LIGO und GEO 600 Wissenschaftler beobachten Gravitationswellen, indem sie die Veränderungen in den "Laserstrahlwegen" vergleichen. Längere Laserstrahlen bedeuten größere Empfindlichkeit. Tatsächlich ist das LIGO im Stande einen unterschied in den Wegen der Laserstrahlen zu messen, der einem hundert-millionstel des Durchmesser eines Wasserstoffatoms entspricht.

Was ist eine Gravitationswelle?
Gravitational Wave

courtesy of LIGO Laboratory

Gravitationswellen sind Kräuselung im Gewebe von Raum und Zeit, die durch Ereignisse in unserer Galaxie und dem weiteren Universum, wie Kollisionen von schwarze Löchern, Schockwellen aus dem Kernen einer explodierenden Supernova und drehende Pulsare, Neutronsternen und Quark Sternen. Diese Kräuselung im Raumzeit Kontinuums in Richtung der Erde, bringen Informationen über ihre Ursprung mit sich, sowie unschätzbare Anhaltspunkte zur Natur von Schwerkraft.

Albert Einstein sagte die Existenz der Gravitationswellen in seiner allgemeinen Theorie der Relativität voraus, aber erst jetzt im 21. Jahrhundert hat die Technologie weit genug entwickelt damit Wissenschaftler sie finden und studieren können. Obgleich Gravitationswellen noch nicht direkt ermittelt worden sind, ist ihr Einfluß auf einen binären Pulsar (zwei Neutronsterne, die sich gegenseitig umkreisen) genau gemessen worden und scheint eine Bestätigung der ursprünglichen Vorhersagen zu sein. Joseph Taylor und Russell Hulse teilten sich 1993 den Nobelpreis für Physik für ihre diesbezüglichen Studien.

Wie können Sie dabei helfen?

Einstein@Home beruht auf privaten PC Nutzern, wie Ihnen, die ihre Rechner zur Analyse von LIGO Daten zur Verfügung stellen. Alles, was Sie tun müssen, ist, ein kleines Bildschirmschonerprogramm auf Ihrem Computer zu installieren. Der Bildschirmschoner downloadet automatisch einen kleinen Teil der enormen Datenmenge die LIGO sammelt. Wenn Ihr Computer untätig ist, sie ihn also nicht nutzen, analysiert er die Daten und sendet sie zurück zu den Wissenschaftlern von LIGO. Der Bildschirmschoner läuft nur, wenn Sie nicht den Computer benutzen oder wenn Sie beschließen, das Programm manuell zu starten. Einstein@Home beeinflußt auch nicht Ihre Computerleistung.

Wir sind glücklich, David Anderson, den bahnbrechenden Entwickler von SETI@Home zu haben, der uns beim Aufbau des Einstein@Home Projekt hilft. SETI@Home ist ein revolutionäres "distributed computing" (verteiltes rechnen) Programm, das Daten von der Arecibo Radiosternwarte nach Zeichen von außerirdischem Lebens untersucht. Die Gesamt Rechenleistung, die SETI@Home z.Z. zur Verfügung steht übersteigt die Fähigkeiten jedes Supercomputers der bisher gebaut wurde.

Welche Plattform wird verfügbar sein?

Der Bildschirmschoner wird für Linux, Windows und Mac Betriebssysteme erhältlich sein.

Was sollen Sie tun?

Melden Sie sich an, damit Einstein@home Sie benachrichtigen kann wenn es gestartet wird!
Wir können ihnen den Bildschirmschoner auch jetzt schon zusenden - er wird als Teil der Feierlichkeiten zum Weltjahres der Physik Anfang 2005, verfügbar sein. Aber wenn Sie auf der Liste stehen, werden Sie einer der ersten sein, der Benachrichtigt wird sobald alles fertig ist. Wir hoffen das mindestens eine Million User sich bei diesen Projekt anmelden werden, was bedeutet das wir so schnell wie möglich eine Liste mit potenziellen Usern erstellen müssen. Einstein@home ist reale - und wichtig - Wissenschaft an der Basis.

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